Die i-Deklination ist eine Untergruppe der 3. Deklination.
Viele Schülerinnen und Schüler lernen zunächst die konsonantische Deklination kennen und stellen später fest, dass einige Wörter andere Formen besitzen.
Genau diese Wörter gehören häufig zur i-Deklination.
Die gute Nachricht:
Die meisten Formen ähneln der normalen 3. Deklination. Nur einige Endungen unterscheiden sich.
Der Name stammt vom ursprünglichen Stammvokal -i-.
Dieser Stammvokal ist in einigen Formen noch sichtbar und sorgt für besondere Endungen.
Wörter der i-Deklination erkennst du häufig daran, dass
Nominativ und Genitiv Singular gleich viele Silben haben oder
der Wortstamm auf zwei Konsonanten endet.
turris, turris
Turm
navis, navis
Schiff
civis, civis
Bürger
urbs, urbis
Stadt
ars, artis
Kunst
mons, montis
Berg
Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
Nominativ | turris | turres |
Genitiv | turris | turrium |
Dativ | turri | turribus |
Akkusativ | turrim | turres |
Ablativ | turri | turribus |
Vokativ | turris | turres |
Im Vergleich zur konsonantischen Deklination fallen vor allem drei Formen auf:
Bei der i-Deklination:
-ium
Beispiel:
turrium
Bei der konsonantischen Deklination:
-um
Beispiel:
regum
Häufig:
-i
Beispiel:
turri
Statt:
rege
wie bei rex.
Viele Wörter bilden:
-im
Beispiel:
turrim
Diese Form solltest du kennen, auch wenn sie nicht bei allen Wörtern gleich häufig vorkommt.
Besonders wichtig sind die neutralen i-Stämme.
Beispiele:
mare – Meer
animal – Lebewesen
exemplar – Beispiel
Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
Nominativ | mare | maria |
Genitiv | maris | marium |
Dativ | mari | maribus |
Akkusativ | mare | maria |
Ablativ | mari | maribus |
Wie immer gilt:
Beispiele:
mare → maria
animal → animalia
Nominativ und Genitiv haben die gleiche Silbenzahl.
Beispiel:
navis
navis
Der Stamm endet auf zwei Konsonanten.
Beispiel:
ars
artis
Stamm:
art-
Genitiv Plural auf -ium
Das ist oft das sicherste Erkennungsmerkmal.
Satz:
Naves in mari navigant.
naves
Die Schiffe
mari
Im Meer
navigant
fahren
Die Schiffe fahren im Meer.
i-Deklination und konsonantische Deklination verwechseln.
Den Genitiv Plural falsch bilden.
Den Ablativ Singular übersehen.
Neutrale i-Stämme falsch bestimmen.
Die Erkennungsregeln nicht anwenden.
Vergleiche:
Genitiv Plural:
regum
Genitiv Plural:
turrium
Genau an solchen Formen erkennt man den Unterschied.
Viele häufige Wörter des lateinischen Grundwortschatzes gehören zur i-Deklination.
Außerdem begegnen ihre besonderen Formen regelmäßig in Klassenarbeiten und Klausuren.
Wer die Unterschiede zur konsonantischen Deklination kennt, kann viele Fehler vermeiden.
Die i-Deklination ist eine Untergruppe der 3. Deklination. Besonders typisch sind der Genitiv Plural auf -ium und häufig der Ablativ Singular auf -i.
Eine Untergruppe der 3. Deklination mit besonderen Endungen.
Oft an gleicher Silbenzahl von Nominativ und Genitiv oder an zwei Konsonanten im Stamm.
Der Genitiv Plural endet auf -ium.
Ja.
Zum Beispiel turris, navis, civis, urbs, ars und mare.
Weil sie regelmäßig in Schulbüchern, Klassenarbeiten und Originaltexten vorkommt.