Der Akkusativ ist einer der wichtigsten Kasus der lateinischen Sprache. Er wird auch als 4. Fall bezeichnet und begegnet dir in fast jedem lateinischen Satz.
Während der Nominativ meist die handelnde Person bezeichnet, zeigt der Akkusativ häufig, wen oder was diese Person betrifft.
Deshalb ist der Akkusativ für die Satzanalyse und die Übersetzung besonders wichtig.
Der Akkusativ beantwortet die Fragen:
Wen?
oder
Was?
Beispiel:
Puella rosam portat.
Frage:
Was trägt das Mädchen?
Antwort:
Die Rose.
Akkusativ:
rosam
Übersetzung:
Das Mädchen trägt die Rose.
Die häufigste Funktion des Akkusativs ist das Akkusativobjekt.
Beispiel:
Marcus librum legit.
Marcus liest ein Buch.
Hier steht:
Marcus im Nominativ
librum im Akkusativ
Marcus führt die Handlung aus.
Das Buch ist von der Handlung betroffen.
Servus dominum salutat.
Der Sklave grüßt den Herrn.
Caesar Galliam vincit.
Caesar besiegt Gallien.
Puer canem videt.
Der Junge sieht den Hund.
Der sicherste Weg ist die Frage:
Wen oder was?
Zusätzlich helfen die Endungen.
Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
Akkusativ | puellam | puellas |
Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
Akkusativ | servum | servos |
Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
Akkusativ | regem | reges |
Je nach Deklination unterscheiden sich die Endungen.
Im Lateinischen wird der Akkusativ häufig verwendet, um eine Richtung oder ein Ziel auszudrücken.
Beispiel:
Romam venit.
Er kommt nach Rom.
Hier beantwortet der Akkusativ die Frage:
Wohin?
Domum redit.
Er kehrt nach Hause zurück.
Forum petunt.
Sie gehen zum Forum.
Bestimmte Präpositionen verlangen immer den Akkusativ.
Beispiele:
zu, nach
ad urbem
zur Stadt
durch
per silvam
durch den Wald
gegen
contra hostes
gegen die Feinde
zwischen
inter amicos
unter Freunden
Diese Präpositionen solltest du besonders gut kennen.
Eine besonders wichtige Rolle spielt der Akkusativ im AcI.
Beispiel:
Scio Marcum venire.
Ich weiß, dass Marcus kommt.
Hier ist:
Marcum
Akkusativ
Er bildet zusammen mit dem Infinitiv den AcI.
Einige Verben können zwei Akkusative bei sich haben.
Beispiel:
Magister discipulos grammaticam docet.
Der Lehrer lehrt die Schüler Grammatik.
Hier stehen zwei Akkusative:
discipulos
grammaticam
Suche das Prädikat.
Bestimme das Subjekt.
Frage:
Wen oder was?
Suche das passende Wort.
Prüfe die Kasusendung.
Puer librum legit.
Wen oder was liest der Junge?
Das Buch.
Akkusativ:
librum
Caesar urbem intrat.
Wen oder was betritt Caesar?
Die Stadt.
Akkusativ:
urbem
Puella amicam salutat.
Wen grüßt das Mädchen?
Die Freundin.
Akkusativ:
amicam
Romani hostes vincunt.
Wen besiegen die Römer?
Die Feinde.
Akkusativ:
hostes
Akkusativ und Nominativ verwechseln.
Nur auf die Wortstellung achten.
Präpositionen übersehen.
Den Akkusativ im AcI nicht erkennen.
Die Richtungsfunktion übersehen.
Diese Unterscheidung gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Lateinunterricht.
Vergleiche:
Puella rosam portat.
Nominativ:
puella
Wer trägt?
Akkusativ:
rosam
Was wird getragen?
Wer diese Unterscheidung beherrscht, versteht bereits die Grundstruktur vieler lateinischer Sätze.
Der Akkusativ beantwortet die Fragen „Wen?“ oder „Was?“ und bezeichnet meist das Objekt einer Handlung.
Er zeigt an, wen oder was die Handlung des Subjekts betrifft.
Der Akkusativ ist der 4. Fall und bezeichnet häufig das Objekt einer Handlung.
„Wen?“ oder „Was?“
Durch die Kasusendung und die Frage „Wen oder was?“.
Ja. Häufig beantwortet er die Frage „Wohin?“.
Weil er in fast jedem lateinischen Satz vorkommt und oft das Objekt der Handlung bezeichnet.
Der Accusativus cum Infinitivo (AcI).